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Der Chor St.Johann
pflegt seit Beginn seines Bestehens ein zugleich ansprechendes wie
anspruchsvolles Repertoire. Er versteht sich zwar als kirchlicher Chor,
nicht aber als Kirchenchor im überlieferten Sinne. Die vom Chor
St.Johann gestalteten musikalisch liturgischen, thematisch
konzentrierten Gottesdienste zeichnen sich durch gedankliche und
musikalische Vielfalt aus, und die Konzerte mit grossen Werken der
abendländischen Musiktradition bilden einen beständigen Wert
im Davoser Musikleben. Der Chor St.Johann probt projektbezogen.
Der jährlich erscheinende Chorbrief
informiert über Programme und Termine und ladet zum Mitsingen ein. Neu ist das Lied, das uns neu macht - auch wenn es ein ganz altes ist. Dietrich Bonhoeffer aktuell: Joseph Martin Kraus: Requiem Die Davoser Abendmusik vom 6. November 2011 in der Kirche St.Johann
wartet mit einer schweizerischen Erstaufführung auf: Der Chor
St.Johann und die Kammerphilharmonie Graubünden interpretieren das
unbekannte Requiem in d-moll von Joseph Martin Kraus (1756 - 1792).
Joseph Martin Kraus, Sohn eines Stadtschreibers und kurfürstlichen Beamten in Mittenberg (Unterfranken) besuchte die Lateinschule in Buchen (Odenwald), das Mannheimer Jesuitengymnasium und studierte Philosophie und Recht in Mainz, Erfurt und Göttingen. Nach seinem Entschluss, sich beruflich ganz der Musik zu widmen, zog er nach Stockholm, wo er 1781 zum königlichen Kapellmeister ernannt wurde. Im Auftrag des schwedischen Königs Gustav III bereiste Kraus fünf Jahre lang die Musik- und Theaterzentren Europas, um nach seiner Rückkehr das Stockholmer Musikleben neu zu organisieren. Erst 36-jährig erlag Joseph Martin Kraus einem langjährigen Lungenleiden. Im Alter von 19 Jahren schrieb Joseph Martin Kraus sein Requiem in d-moll, wohl für seine heimatliche Pfarrkirche in Buchen. Bereits in diesem Frühwerk zeigt sich Kraus als Vertreter des musikalischen "Sturm und Drang". Trotz jugendlicher Unbekümmertheit im Bereiche der Satztechnik ist Kraus' Requiem ausdrucksstark und von grosser Ernsthaftigkeit; instrumental dominieren dunkle Klangfarben (Streicher und Hörner). Im Rahmen der Davoser Abendmusik vom 6. November erklingen zudem zwei weitere Werke: die Choralkantate Nr. 111 "Was mein Gott will, das g'scheh all'zeit" von Johann Sebastian Bach und vom estnischen Komponisten Arvo Pärt das meditative Stück "Spiegel im Spiegel" in einer Fassung für Solovioline und Orgel. Unter der Leitung von Otto Widmer singen und spielen Guro Hjemli (Sopran), Anja Kühn (Alt), Raitis Grigalis (Bariton), Mitglieder der Kammerphilharmonie GR und der Chor St.Johann. Die Abendmusik beginnt um 17 Uhr und dauert eine Stunde. Karten zu sfr. 25.- sind ab 16 Uhr an der Abendkasse erhältlich.
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